Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt

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Heute ist der 22.05.2013 und zugleich der „Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt“. Dieser wurde erstmals im Jahre 2000 von der UNESCO ausgerufen und soll uns alle darauf hinweisen, dass die Vielfalt der Arten auf unserem Planeten gefährdet ist.

Schuld daran ist zunehmend die Industrialisierung, die im Zuge der Produktionssteigerung und Optimierung nur noch wenige Arten zulässt. So sind in heimischen Supermärkten inzwischen kaum noch mehr als fünf bis zehn verschiedene Apfelsorten anzutreffen. Produziert wird nur noch, was sich gut lagern und verschiffen lässt. Alte Sorten findet man kaum noch. Ähnlich sieht es für alle Obst- und Gemüsesorten aus. Auch bei Getreide wird nur noch die Sorten angebaut, die ein schnelles Wachstum verspricht und gegen Schädlinge besonders resistent ist.

Im Jahr 2008 hat der WWF den so genannten „Living Planet Index“ veröffentlicht. Dieser geht davon aus, dass die Zahl verschiedener Arten alleine von 1970 – 2005 um 27 Prozent gesunken sind. Dieser Verlust der Biodiversität hat Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem. So werden Tier- und Pflanzenarten von Menschen ausgerottet, die einen besonderen Nutzen im Ökosystem haben, für den Menschen aber nicht rentabel zu vermarkten sind.

Stellen wir uns nur einmal vor, was passiert wenn einzelne Bienensorten nicht mehr existieren würden. Diese haben neben der Honigproduktion für den Menschen nämlich eine weitere wichtige Aufgabe: Sie sind für die Bestäubung von Blüten und Pflanzen zuständig. Einige Obstsorten können nur dadurch wachsen, weil sie von Bienen bestäubt werden. Und während die Bienen hier nur ein sehr einfaches Beispiel sind, zeigen sie doch, wie wichtig die Erhaltung der Artenvielfalt ist.

Fragt doch mal in euerem Hofladen oder auf dem Wochenmarkt nach, welche Arten angebaut werden und was deren Vorteil gegenüber anderer Monokultur-Sorten der konventionellen Landwirtschaft ist.

Image Credits: Seltenes Gelb von Midgard Designer @photocase.com 

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Über den Autor

Jens Wiese hat zusammen mit Natalie Hauser die Seite Biodukte.de ins Leben gerufen und ist in erster Linie für die technische Betreuung zuständig.

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