Bhutan auf dem Weg zum ersten „100% Bio“ Staat

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Nicht weniger als eine rein biologische Landwirtschaft hat sich das Königreich Bhutan sich als Ziel gesetzt. Damit will Bhutan als positives Beispiel voran gehen und auch anderen Ländern zeigen, wie eine kontrolliert ökologischer Anbau von Lebensmitteln möglich wird.

Bhutans Premierminister Jigmy Thinlex hat zur Erreichung dieses Zieles eine „National Organic Policy“ erlassen, welche die Harmonie mit der Natur in den Vordergrund stellt und den 700.000 Einwohnern nur beste Lebensmittel verspricht. Diese sollen frei sein von Pestiziden, Herbiziden und jeder Art der Genmanipulationen.

Bhutan ist landwirtschaftlich unabhängig und kann auf den Import von Obst und Gemüse nahezu vollständig verzichten. Lediglich Reis muss aus Indien importiert werden. Der größte Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Das Königreich beschränkt hier per Gesetz die Anbauflächen jeder Familie auf 12 Hektar um Massenanbau zu vermeiden.

Der australischer Berater Andre Leu sieht große Chancen für die Umsetzung des Bio-Gesetzes:

Ich denke nicht, dass es schwierig wird, betrachtet man doch den Aspekt das bereits jetzt der größte Teil des Anbaus von Natur aus biologisch erfolgt

Aber auch wenn Bhutan auf Grund dieser Vorraussetzungen nicht unbedingt den Weg für die Mehrheit der Industrienationen aufzeigen kann, so wird es doch spannend sein zu verfolgen, wie Bhutan sich unter dem Einfluss dieses Gesetzes weiterentwickeln wird.

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Über den Autor

Jens Wiese hat zusammen mit Natalie Hauser die Seite Biodukte.de ins Leben gerufen und ist in erster Linie für die technische Betreuung zuständig.

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