Fünf Wege um weniger Müll zu produzieren

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Müll, Müll, Müll! Im Durchschnitt produziert jeder Deutsche derzeit um die 450 Kilogramm Müll pro Jahr. In 2010 waren es in der Summe ganze 36,8 Millionen Tonnen, die auf Deponien, in Recyclingbetrieben und in Müllverbrennungsanlagen landeten.

Für 2010 gibt es sogar eine Aufstellung, wie sich diese Müllmengen zusammen setzen:

  • 197 Kilo Haus- und Sperrmüll
  • 143 Kilo Wertstoffe (Papier, Glas etc.)
  • 107 Kilo Biomüll
  • 2 Kilo Sonstiges

Um so mehr sind wir bei diesen Mengen alle selbst in der Pflicht gegen diese Müllmengen etwas zu unternehmen. Deshalb haben wir uns ein paar Gedanken gemacht, wie jeder einzelne seine Müllmenge reduzieren kann:

  • Stoffbeutel statt Plastiktüten
    Das ist wirklich der einfachste Trick. Plastiktüten landen nach dem Einkauf in einer bereits überfüllten Ecke mit anderen Tüten irgendwo in der Wohnung oder aber direkt im Müll. Stoffbeutel hingegen kann man immer wieder verwenden und sie lassen sich sogar waschen. Dem Einsatz über Jahre hinweg steht also nicht im Wege. In einigen Läden kosten die Plastiktüten auch gleich noch 5-10 Cent extra. Dieses Geld kann man sich dann auch sparen. Vorraussetzung: Schon vor dem Einkauf dran denken den Beutel einzustecken.
  • Keine „überverpackten“ Waren kaufen
    Bonbons einzeln verpackt, sortiert in Tütchen, gesammelt in einer Verpackung. Das ist schon ziemlich verrückt. Hier sollte man ganz bewusst kaufen und solche Produkte einfach ignorieren und so den Müll vermeiden.
  • Vor dem Einkaufen in den Kühl- und Vorratsschrank schauen
    Häufig kauft man spontan Lebensmittel, die man noch zu Hause im Schrank hat, die man aber vergessen hat. Schnell  können so aber auch Lebensmittel verderben, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie besitzt. Tipp: Vor dem Einkaufen einen Plan für die Woche erstellen, was man wann essen möchte. So kann man gezielt einkaufen und muss später nichts wegwerfen, weil es abgelaufen ist.
  • Bio im Bioladen kaufen
    In normalen Lebensmittelläden werden Bio-Obst und Gemüse noch einmal extra (in Folie) verpackt damit sie an der Kasse von herkömmlich produzierten Früchten unterschieden werden können. Im Bioladen ist das nicht so. Hier werden oft auch Papiertüten statt Plastitüten für die Verpackung von Obst und Gemüse angeboten. Und mal ehrlich – oft kann man auf den zusätzlichen Griff zur Tüte auch ganz verzichten, denn die Bananen müssen nicht extra noch einmal in Plastik oder Papier gepackt werden um sie nach Hause zu transportieren.
  • Reparieren statt wegwerfen / Spenden statt wegwerfen
    Gerade bei Elektrogeräten neigen wir ja sehr schnell dazu Geräte, die nicht mehr funktionieren wegzuwerfen und neu zu kaufen. Viel besser wäre es aber, wenn man versuchen würde diese zu reparieren. In immer mehr Städten gibt es Reperaturwerkstätten in denen man unter fachkundiger Anleitung auch mal einen Toaster oder ein Bügeleisen selbst reparieren kann. Wenn man ein Gerät aber nur ausmustert, weil man sich ein besseres gekauft hat (sei es Fernseher, Computer oder vielleicht auch Telefon) so sollte man das alte Gerät besser spenden statt es wegzuwerfen. So kann ein anderer sich noch an diesem erfreuen.

Und je nachdem in welchem Entsorgungsgebiet ihr in Deutschland wohnt, spart ihr mit diesen Tipps jetzt auch noch Geld, nämlich dann, wenn ihr für jede einzelne Entleerung zahlen müsst.

ImageCredits: *bonsai* / photocase.com

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Über den Autor

Jens Wiese hat zusammen mit Natalie Hauser die Seite Biodukte.de ins Leben gerufen und ist in erster Linie für die technische Betreuung zuständig.

1 Kommentar

  1. Hallo 🙂

    Zum Thema Elektrogeräte empfehle ich euch die Seite von WasteForce – alter Krempel für neue Ideen! Das ist soziales Recycling und soziales Crowdfunding. Aus alten Handys wird das Kapital für neue Projekte gewonnen 🙂

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