Zu viele Fotos von Essen können den Appetit ruinieren

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Gehört ihr auch zu den Menschen, die ein Essen erst einmal fotografieren, bevor sie es verspeisen. Oder sucht ihr bei Diensten wie Instagram, Foodspotting.com oder auch Facebook gezielt nach Fotos von Essen?

Das ist ehrlich keine gute Idee, wie die Brigham Young University in einer aktuellen Studie herausfand. So kann das Anschauen von Fotos bereits ein Gefühl vermitteln als hätte man das entsprechende Gericht bereits genossen. Auf der Suche nach neuem hat das Gehirn dann kaum noch Interesse an einem Gericht, dass es bereits kennt. Ganz unabhängig davon, ob dieses nur visuell wahrgenommen wurde oder ob man es selbst gegessen hat.

Wer also den ganzen Tag auf Instagram sich die leckeren Burger anschaut, welche die Freunde genossen (und fotografiert) haben, wird seinen eigenen Burger kaum noch so interessant und lecker finden, wie er es ohne das Fotostudium getan hätte.

Einer der Versuche lief etwa so ab:

  • Die Hälfte der Teilnehmer schaute sich Fotos von salzigem Essen an, die andere Hälfte von süßem Essen
  • Jeder Teilnehmer musste bei den Fotos bewerten, wie stark der Appetit auf das abgebildete Essen ist
  • Anschließend erhielten alle Teilnehmer gesalzene Erdnüsse und sollten nach dem Verzehr benoten, wie sehr sie diese genossen haben
  • Dabei bewerteten die Teilnehmer mit den „salzigen Fotos“ die Erdnüsse im Geschmack insgesamt schlechter. Und das obwohl sie zuvor nicht einmal ein Foto von Erdnüssen gesehen hatten.

Wer sein Essen also in vollen Zügen genießen möchte, sollte es vermeiden zuvor viele Bilder von Essen anzuschauen. Im Gegenzug kann natürlich auch jeder der eine Abneigung gegen ein Lebensmittel entwickeln möchte auf besonders viele Fotos dieses Lebensmittels schauen.

 

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Über den Autor

Jens Wiese hat zusammen mit Natalie Hauser die Seite Biodukte.de ins Leben gerufen und ist in erster Linie für die technische Betreuung zuständig.

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