Weihnachtssterne in Bio-Qualität: Neue Herausforderungen

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Wir kennen sie alle: Leuchtend Rot zieren Weihnachtssterne im Winter viele Fensterbänke und Blumenampeln. Nun sind dieses Jahr auch erste Bio-Weihnachtssterne mit auf dem Markt. Diese sind zwar äußerlich nicht von ihren Artgenossen zu unterscheiden, aber entscheidend ist hier ja der Anbau.

Denn bei Bio-Zierpflanzen wird bewusst auf Kunstdünger und speziell aufbereitete Böden verzichtet. Auch Pflanzenschutzmittel kommen nicht zum Einsatz um die Umwelt zu schonen. Änderungen, die Bio-Gärtnereien vor einige Herausforderungen stellen, wie die Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) zu berichten weiss.

„Die Unterschiede liegen im Produktions-Detail“, verrät Maria Geiger vom LWG, „und vor allem in der gärtnerischen und technischen Herausforderung.“

Natürliche Dünger sind zum Beispiel erheblich dickflüssiger als chemische. Sie erfordern entsprechend andere Beregnungsanlagen, um gleichmäßig ausgebracht werden zu können. Ähnliche Probleme ergeben sich bei den Böden, da diese nicht speziell präpariert werden können, muss der Gärtner sich mehr oder weniger überraschen lassen, wie Pflanze und Boden harmonieren. Auch moderne Licht- und Klimatechnik ist von Nöten um die Weihnachtssterne ohne chemische Düngemittel aufziehen zu können.

Bis sich bei dieser Form der Aufzucht alles so eingespielt hat, wie bei der bisherigen konventionellen Aufzucht, wird es sicher noch etwas dauern. „Der Biogärtner kann zurzeit noch nicht – wie aus dem konventionellen Anbau gewöhnt – auf erprobte Rezepte, Anleitungen und Routinen vertrauen. Hier ist auch ein grüner Daumen gefragt“, so Geiger. „Das Gespür einen Gärtners dafür, was seine Pflanzen wirklich brauchen, ist heute wieder sehr wichtig.“

Bis es soweit ist, werden wir für die Bio-Weihnachtssterne sicher noch etwas mehr zahlen müssen. Aber das sollte uns der Schutz der Umwelt allemal wert sein.

ImageCredits: hasselblad15 @ photocase.com

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Über den Autor

Jens Wiese hat zusammen mit Natalie Hauser die Seite Biodukte.de ins Leben gerufen und ist in erster Linie für die technische Betreuung zuständig.

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