Vegane Siegel: Welche gibt es und was bedeuten sie?

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Vielleicht ist es euch beim Gang durch euren Bio-Laden schon aufgefallen, wie viele verschiedene Siegel es gibt. Und genau das sorgt bei den Verbrauchern für Verwirrung, wie sowohl die Verbraucherzentrale Hamburg, als auch die aktuelle Ausgabe der „Ernährung im Fokus“ berichten. Daher gehen wir für euch heute der Frage nach, was die Siegel genau bedeuten und warum es so viele verschiedene Siegel gibt.

Im Gegensatz zu den Bio-Siegeln werden die Siegel für vegane Produkte noch nicht staatlich kontrolliert. Das bedeutet, dass jeder Hersteller im Prinzip sein eigenes Siegel entwerfen kann – und genau das tun viele Hersteller in Deutschland und weltweit auch.

Die veganen Siegel erleichtern Veganern die Lebensmittelauswahl, da die Zutatenliste nicht mehr penibel genau kontrolliert werden muss. Produkte, die mit einem veganen Siegel gekennzeichnet sind, sind im kompletten Herstellungsprozess nicht mit tierischen Bestandteilen in Berührung gekommen. Auch andere Produkte wie z.B. Kopfkissen können mit diesen Siegel gekennzeichnet werden, wenn sie keine Daunenfedern enthalten oder auch Jeans, die ohne Lederpatch auf der Rückseite auskommen.

Hier findet ihr daher eine Übersicht der Siegel für vegane Produkte. Bei uns in Deutschland ist das V-Label, die „Vegan-Blume“ und auch das Siegel von PETA am bekanntesten.

Das V-Label

V-Label

V-Label (Quelle: https://www.vebu.de/lifestyle/essen-a-trinken/v-label)

Das V-Label ist eine international geschützte Marke. Es gibt eine vegetarische (ohne Fleisch, aber mit Milch- und Ei-Bestandteilen) und eine vegane Version (ohne tierische Inhaltsstoffe). Gentechnisch veränderte Produkte dürfen nicht enthalten sein.

Da es auch in anderen Ländern wie in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Tschechien verwendet wird, ist es bei den Verbrauchern bereits sehr bekannt. Das V-Label wird als vertrauensvoll eingestuft, da es von einer unabhängigen Kommision vergeben wird. Firmen, die das V-Label verwenden wollen, müssen einen detaillierten Fragebogen ausfüllen und auch Kontrollen bei den Produktionen vor Ort bestehen. Derzeit sind laut Angabe auf der Webseite 250 Lizenznehmer registriert. Weitere Infos findet ihr auf der Webseite des VEBU.

 Die „Vegan-Blume“, das Siegel der Vegan Society England

Die „Vegan Trademark“ wird bereits seit 1990 von der Vegan Society England vergeben. Es ist in Deutschland vor allem als „Veganblume“ bekannt und gilt ebenfalls als vertrauensvoll. Es gibt das Siegel in verschiedenen Farben. Produkte, die dieses Siegel tragen, sind frei von tierischen Produkten und wurde auch nicht in Tierversuchen getestet. Mehr Infos gibt es auf der Webseite der Vegan Society England.

Veganblume

Quelle: http://www.vegansociety.com/your-business

„Certified Vegan“

Produkte, die mit diesem geschützten Markenzeichen gekennzeichnet sind, enhalten keinerlei tierischen Produkte (Honig, Ei, Milch, Knochen, Fleisch etc.) und wurden ebenfalls nicht in Tierversuchen getestet. Es wird von der gemeinnützigen Organisation „The Vegan Awareness Foundation“ vergeben.

Certified Vegan

Quelle: http://vegan.org/certify/

Cruelty free and vegan

Dieses Siegel wird von der tierschutzorganisation PETA vergeben und wird haupsächlich für die Kennzeichnung von veganer und tierversuchsfreier Kosmetik verwendet. Auf der PETA-Webseite gibt es ein ganze Datenbank mit Herstellern, die dieses Siegel tragen und vegane Kosmetikprodukte herstellen.

The Vegan Awareness Foundation

Quelle: www.peta.org

Beispiele weiterer Siegel

Wie bereits am Anfang des Artikels erwähnt ist die Kennzeichnung von veganen Produkten nicht staatlich kontrolliert. Daher kann jede Firma ihr eigenes Siegel oder Logo dafür entwerfen. Folgende Beispiel haben wir noch gefunden, bei denen aber nicht klar ist, was genau hinter dem Siegel steckt:

Haben wir ein wichtiges veganes Siegel vergessen? Dann schreib uns doch bitte eine E-Mail an kontakt@biodukte.de

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Über den Autor

Natalie Hauser hat zusammen mit Jens Wiese den Blog zu Biodukte.de ins Leben gerufen. Natalie schreibt gerne Artikel rund um das Thema Bio-Lebensmittel und steht gerne in der "Biodukte-Versuchsküche" :-) Außerdem schreibt sie Rezept für Babybrei und gibt Tipps zum Thema Beikost aufder Webseite http://babybrei-selber-machen.de.